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Die
Silhouette der Stadt Florenz ist weltberühmt, sie wird von der roten Backsteinkuppel
des Architekten Brunelleschi beherrscht, doch erst, wenn Sie die Kathedrale live
sehen, werden Sie die ganze Faszination dieses Meisterwerks der Architektur spüren.
Die Kathedrale ist so riesig, dass sie in den ersten 200 Jahren gar keine Kuppel
hatte, weil man nicht wusste wie man sie bauen solte, damit sie nicht unter ihrem
eigenen Gewicht zusammenbräche....
Wie
sollte das Problem der Kathedrale ohne Kuppel gelöst werden? Es wurde ein öffentlicher
Wettbewerb ausgeschrieben und der Renaissancearchitekt Brunelleschi gewann. Er entwarf
die riesige Kuppel und löste das Problem so: anstatt das Gerüst vom Boden
her zu aufzustellen, errichtete er Gerüste von der einen Seite der Kathedrale
zur anderen. Er verwendete auch ein innovatives Mauerwerk, das Fischgrätenmuster
genannt wird. Die einzelnen Backsteine werden so aneinandergefügt, wie die Kinder
heute ihre kleinen Bauwerke aus Lego bauen. Doch natürlich reichte dieses ausgeklügelte
Mauerwerk nicht aus, um zu verhindern, dass die Kuppel nach innen fällt. Die
eigentliche geniale Idee war, eine Art rundes Gerippe zu errichten, über dem
die äußere oktagonale Struktur der Kuppel errichtet wurde und ihre Form
erhielt. Trotzdem gibt es heute zahlreiche Risse in der Kuppel und vielfache Restaurierungsmaßnahmen
waren und sind notwendig und wir haben es hier wirklich mit einer beachtliche architektonische
Leistung zu tun.
Wussten
Sie schon? -
Der vollständige Name dieser Kirche ist Cattedrale di Santa Maria del Fiore
und es handelt sich um die viertgrößte Kathedrale der Welt. Der Bau wurde
im Jahr 1296 von Arnolfo di Cambio begonnen und es dauerte fast 150 Jahre, bis das
Bauwerk fertiggestellt werden konnt. Der Dom ist 153 m lang und 38 m breit, wobei
das Querschiff, das 90 m lang ist, nicht mitgerechnet wurde. Vorher befand sich an
dieser Stelle eine kleine Kirche, die der Heiligen Santa Reparata geweiht war, und
die erheblich kleiner war. Die Grundmauern der Kirche umfassen einen Bereich, der
weniger als die Hälfte der Strecke vom Eingang bis zum Querschiff der heutigen
Kirchen einnimmt.
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